Geschichte

Die Geschichte des Lord Nelson

Der britische Admiral wurde durch seine Siege in den Seeschlachten bei Abukir und Trafalgar zum Nationalhelden.

Admiral Nelson

Nelson, Horatio, Viscount
(1758-1805)

Nelson wurde am 29. September 1758 in Burnham Thorpe (Norfolk, England) geboren. Als Zwölfjähriger trat er 1770 in die britische Kriegsmarine ein, wurde 1777 zum Offizier und 1779 zum Kapitän befördert und führte in der Folge Kommandos im Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg und bei den Westindischen Inseln.

Während der Kriege gegen das revolutionäre Frankreich nahm er 1793 an der Besetzung Toulons (Frankreich) durch britische Truppen teil. Bei einem Aufenthalt in Neapel, von wo aus er Truppen zur Unterstützung für die Briten nach Toulon eskortieren sollte, lernte Nelson Lady Hamilton kennen, die Ehefrau des britischen Botschafters in Neapel. Sie wurde Nelsons Geliebte und hatte bedeutenden Einfluss auf seine Laufbahn.

Nach dem Rückzug der Briten aus Toulon war Nelson 1794 an der Einnahme von Bastia und Calvi auf Korsika und an der Besetzung der Insel beteiligt. 1797 spielte er eine entscheidende Rolle beim Sieg der britischen Flotte über die damals mit den Franzosen verbündeten Spaniern vor St. Vincent (Portugal). Im Juli 1797 führte Nelson einen überstürzten Angriff gegen Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln. Die Attacke schlug fehl, und Nelson verlor bei dem Angriff seinen rechten Arm. Im folgenden Jahr wurde er nach Toulon entsandt, um dort den Grund für das große französische Flottenaufkommen ausfindig zu machen.

Nelson musste feststellen, dass die Flotte mit Bonapartes Truppen an Bord in Richtung Osten segelte, und nahm die Verfolgung auf. Als er sie in der Bucht von Abukir einholte, waren die französischen Truppen schon von Bord gegangen. In der Seeschlacht vor Abukir zerstörte Nelson am 1. und 2. August 1798 den größten Teil der französischen Flotte. Anschließend verhalf er 1799 König Ferdinand IV. von Neapel, der von den Franzosen vertrieben worden war, zur Rückkehr auf den Thron.

Admiral Nelson Geschichte

Seeschlacht bei Abukir

1801 wurde Nelson zum Vizeadmiral ernannt und führte das Kommando in der Seeschlacht von Kopenhagen, in der die Briten die dänische Flotte im Hafen von Kopenhagen zerstörten. Der Friede von Amiens beendete 1802 für kurze Zeit die Kampfhandlungen zwischen England und Frankreich. Beim erneuten Ausbruch des Krieges 1803 wurde Nelson zum Oberbefehlshaber über die britische Flotte im Mittelmeer ernannt. Nelson legte eine Blockade über Toulon, wo sich eine große französische Flotte zu einem Angriff gegen England rüstete. Er konnte die Blockade zwei Jahre lang aufrechterhalten, aber 1805 gelang es der französischen Flotte zu entkommen und in Richtung Westindische Inseln zu segeln.

Nelson nahm die Verfolgung auf, doch die Franzosen entkamen ihm, segelten dann nach Europa zurück und suchten in Cádiz (Spanien) Zuflucht. Die Briten verhängten eine Blockade über die Stadt, jedoch konnte die französische Flotte sie schließlich durchbrechen und stellte sich vor Kap Trafalgar (Spanien) zum Kampf. In der Seeschlacht von Trafalgar, in der er vom Flaggschiff Victory aus selbst den Angriff führte, schlug Nelson am 21. Oktober 1805 die vereinten französischen und spanischen Verbände entscheidend. Nelson selbst fiel in der Schlacht. Der britische Sieg durchkreuzte Napoleons Pläne für eine Invasion in England und sicherte Großbritannien für die folgenden Jahr-zehnte die Vorherrschaft zur See.